Mau Mau Sonderregeln für „Experten“

Mau Mau Sonderregeln

(Die hier beschriebenen Mau Mau Sonderregeln beziehen sich auf die mir geläufigsten und am häufigsten anzutreffenden Spielvarianten des Mau Mau Spiels. Diese sind die in unserem Online-Verein auf mau-mau-palast.de spielbaren Varianten.)

Erweitere Deinen spielerischen Horizont und Deine strategischen Möglichkeiten durch ein Spiel mit Sonderregeln…

Wem Sieben, Acht und Bube als Funktionskarte im Mau Mau Spiel zum Spielspaß irgendwann nicht mehr ausreichen, dem seien zur vergnüglichen Kurzweil nachfolgend beschriebene Regelvarianten anempfohlen. Es macht Spaß!! 🙂

+1 Karte auf der Hand

Zu Spielbeginn erhalten alle Spieler nicht fünf, sondern sechs Handkarten. Je mehr Karten, je mehr Gestaltungsmöglichkeiten hat man auch. Beim Aufspiel einer Sieben steigt zum Beispiel schon am Anfang des Spiels die Wahrscheinlichkeit, dass der Mitspieler ebenfalls eine Sieben ‚auf der Hand‘ hat und somit diese somit ‚verlängern’ kann.)

Doppelte Kartenanzahl

Gespielt wird mit einem doppelten ‚Kartendeck‘. Das heißt, es wird nicht mit 32, sondern 64 Karten gespielt und alle Karten sind doppelt vorhanden. Hierdurch ändern sich die Wahrscheinlichkeiten, denn es kann zum Beispiel auch vorkommen, dass ein Karo-König mit einem Karo-König bedient wird. Auch bereitet es den sogenannten ‚Karten-Zählern‘ mehr Mühe, die Karten nachzuhalten, welche sich schon in der Ablage, noch im Stapel, oder auf der Hand des Mitspielers befinden.

Extra-Zug nach Ass

Durch Aufspielen eines Asses erhält man einen Extra-Zug. Interessant ist diese Variante, weil man sich durch Aufspielen eines oder mehrerer Asse gleich mehrerer Karten entledigen kann. Aber Vorsicht. Ein aufgespieltes Ass verpflichtet zum Zug! Mit einem Ass als abgelegte letzte Karte ist ein ‚Mau Mau‘ NICHT ohne weiteres möglich, da man den Extrazug erledigen MUSS.

Kein Legen nach Ziehen

Kann oder will man die zuvor abgelegte Karte nicht bedienen und muss deshalb eine Strafkarte vom Stapel ziehen, bekommt man nun keine weitere Chance zum ‚Ablegen‘. Der Nebenspieler ist sofort an der Reihe. Dies ist eine mächtige, strategische Variante für alle Spieler, die gerne die Karten nachhalten und somit erahnen können, welchen Wert oder Farbe der Mitspieler nicht bedienen kann.

Bube auf Bube

Mit dieser Regel ist es – im Gegensatz zur Grundregel ‚kein Bube auf Bube‘ – nun möglich, die Wunschfarbe des Buben durch Legen eines weiteren Buben außer Kraft zu setzen und sich nunmehr seine eigene Farbe zu wünschen. Diese Variante ‚entmachtet‘ den Buben ein wenig und erleichtert die Gestaltung des Spielverlaufs nach eigenen Wünschen.

Bube auflösen mit 10

Eine 10 – egal welcher Farbe – löst die Wunschfarbe des zuvor gespielten Buben wieder auf. Weitergespielt wird mit der Farbe der abgelegten 10. Sie dient quasi als ‚Joker‘ oder ‚Gegenspielerin‘ zum Buben. Wer genügend passende Zehner auf der Hand hat, kann einen ‚Buben sammelnden‘ Mitspieler mit ihr in die Weißglut treiben…

Kreuzdame: 4 ziehen

In dieser Variante erhalten wir mit der Kreuz-Dame eine weitere, potente ‚Diva’, die den Spielverlauf signifikant beeinflussen kann. Wer die ‚böse‘ Kreuz-Dame als ‚Anspiel‘ bekommt, muss 4 Strafkarten ziehen… Es sei denn, man hat den Kreuz-König ‚als Retter in der Not‘ auf der Hand. Dieser kann die Dame ‚beschwichtigen‘ und man kommt noch einmal ohne Strafkarten davon. Diese Regel beeinflusst das Spiel insofern, als dass nunmehr eine ganze FARBE, nämlich KREUZ, im Spiel deutlich Risiko-behafteter ist, als alle anderen Farben. Es stellt sich zum Beispiel die Frage, wann und wie spät man den Kreuz-König legen will. Lieber spät, oder ist es dann vielleicht schon zu spät…?!?

9 ändert Spielrichtung

Der Hintermann hat die schlechteren oder passenderen Karten und man selbst würde lieber diesen anspielen, statt die Vorhand weiter zu ‚füttern‘? Diese Regel bietet die Lösung, denn die Neun ändert die Spielrichtung. Nächster Spieler ist nicht mehr die Vorhand, sondern die ‚ursprüngliche‘ Hinterhand. Es geht also nicht mehr ‚im‘, sondern ‚gegen‘ dem Uhrzeigersinn. Je nach Häufigkeit des Aufspiels der Neun kann dies den Spielverlauf… a) nachhaltig beeinflussen… und b) der ständige Wechsel der Spielrichtung sehr verwirrend sein…

Idioten-Mau-Mau

[Explizit-Warnung! Nur für Hartgesottene!!] 

Zu Beginn des Spiels erhält jeder Spieler nur EINE Karte. Es wird normal gespielt aber der Verlierer der Runde (derjenige mit den meisten Minuspunkten auf der Hand) erhält in der folgenden Runde eine Karte zusätzlich. Am Anfang des Spiels scheint es purer Zufall zu sein, bei wem sich immer mehr Karten ansammeln… ABER… je mehr Karten, je mehr Möglichkeiten!! Trotz einer Pechsträhne am Anfang schaffen es  ‚eingefleischte Spieler‘ immer wieder durch Taktik und Können, einen Tisch im weiteren Verlauf der Runden zu ihren Gunsten zu ‚drehen‘! Darum gilt auch hier – wie so oft im ‚richtigen‘ Leben – „Hinfallen… Aufstehen… Krone richten!“… Niemals aufgeben! Es gibt immer ein ‚Vorne‘!

Mau Mau Sonderregel - "Bube - doppelte Punktzahl"Doppelte Punktanzahl

Bei einem ‚Mau Mau‘ mit einem Buben als letzte Karte zählen alle Punkte doppelt! Sowohl die eigenen Pluspunkte, als auch die Minuspunkte der Mitspieler werden verdoppelt. Geht es am Ende nicht nur um den Gewinn der einzelnen Runde, sondern um den Gewinn des ganzen ‚Tisches‘, so kann diese Regel mitunter erheblichen Einfluss auf das Gesamtergebnis des Tisches haben und verleiht dem Buben eine neue ‚Bedeutung‘.

Spiel um Nichts

Dies ist keine Sonderregel im ‚eigentlichen Sinne‘, sondern wird hier nur der Vollständigkeit halber erwähnt, da es sich um eine wählbare Variante des Mau Mau Spiels auf der Plattform Mau-Mau-Palast handelt. Sie besagt nichts anderes, als dass die Punkte des Tisches nicht gewertet werden und somit für die Einzel- und Vereinsliga keine Rolle spielen. (Diese Variante ist ideal für Übungstische.)

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